November 5, 2018 Weiterlesen ... →

Leuchtturmprojekt für Junge Intensivpflege

Die Evangelische Heimstiftung lud zur Einweihung ins Robert-Breuning-Stift ein, das nicht nur in baulicher, sondern vor allem in konzeptioneller Sicht ein bisher einzigartiges Leuchtturmprojekt in Baden-Württemberg ist.
Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 25. Oktober der Neubau der Jungen Intensivpflege im Robert-Breuning-Stift feierlich eingeweiht.
„Es ist ein Meilenstein für die Versorgung junger pflegebedürftiger Menschen“, sagt Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung (EHS), „und wir freuen uns, dass wir dieses Leuchtturmprojekt hier am Traditionsstandort Besigheim umsetzen konnten“. Denn in den letzten zweieinhalb Jahren wurde der bisherige Pavillon der Jungen Intensivpflege abgerissen und durch ein modernes Gebäude ersetzt. Entstanden ist ein helles und freundliches Gebäude mit 30 großen Einzelzimmern in zwei 15-er Wohngruppen auf zwei Ebenen. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Badezimmer und einem modernen, elektrischen Deckenlifter. Zudem wurden Neben- und Therapieräume eingerichtet. Insgesamt etwa fünf Millionen Euro hat die Evangelische Heimstiftung in das Projekt investiert. Die Robert-Breuning-Stiftung unterstützt das Projekt mit einer halben Million Euro. Der Neubau ist aber nicht nur baulich, sondern auch aus konzeptioneller Sicht ein Leuchtturmprojekt und in dieser Form einmalig in Baden-Württemberg. Denn hier wird der neue und von der EHS maßgeblich verhandelte Rahmenvertrag für außerklinische Intensivpflege umgesetzt. Dieser sieht eine 100-prozentige Fachkraftquote vor sowie einen bedeutend höheren Personalschlüssel von 1:0,72. Zum Vergleich: In der stationären Pflege liegt der durchschnittliche Schlüssel bei 1:2,3. „Ein hoher Personalschlüssel bedeutet mehr Mitarbeiter und dadurch mehr Zeit für individuelle und intensive Pflege für die Bewohner“, erklärt Schneider. Außerdem sieht der Rahmenvertrag eine wesentliche finanzielle Entlastung der Kunden durch geringere Eigenanteile vor. Denn bei der Jungen Intensivpflege beteiligt sich nicht nur die Pflege-, sondern auch die Krankenkasse an den anfallenden Kosten, was den Eigenanteil für die Versicherten verringert. Erarbeitet wurde das umfassende Wohn- und Betreuungskonzept von einem Runden Tisch, bei dem Pflegefachleute, Architekten, Angehörige sowie EHS-Verantwortliche aus allen relevanten Bereichen teilgenommen haben. „Wir haben die Gruppe als eine Art Denkfabrik ins Leben gerufen, um gemeinsam die Eckpunkte für das Leuchtturmprojekt zu erarbeiten“, erklärt Schneider, „und auf das Ergebnis sind wir alle wirklich stolz“.
www.ev-heimstiftung.de

Veröffentlicht in: News2