Februar 20, 2020 Weiterlesen ... →

Studienteilnehmer gesucht!

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führt Hans Hillich eine Studie zu den Problemen, Stressoren und Ressourcen pflegender Angehöriger von ALS-Patienten in der Form eines Interviews durch. Ziel ist es explorativ Kernschwerpunkte für weitere Forschungen in diesem Gebiet anhand des Erlebens während der Pflege zu identifizieren und Copingstrategien (Umgang mit den auftretenden physischen und psychischen Schwierigkeiten) herauszustellen.

Als Sohn einer ALS-Patientin konnte Hans Hillich eine Vielzahl von Problemen und Schwierigkeiten, die mittelbar und unmittelbar mit der Krankheit zusammenhängen im persönlichen Umfeld beobachten. In seiner Recherche zu den psychischen Belastungen, die mit der häuslichen Pflege durch die Familie und Angehörige zusammenhängen, konnte er ein erstaunlich unterbeforschtes Themengebiet finden. Einerseits legt die von ihm gefundene Forschung einen quantitativen und psychometrischen Schwerpunkt, durch den aber Zusammenhänge von Gesellschaft und Individuum nicht ausreichend erklärt werden können. Andererseits ist die Beforschung der Angehörigen ein „heißes Eisen“, da in einem unter Druck stehenden Gesundheitssystem, durch demographischen Wandel und sich immer weiter verändernde Einkommensverhältnisse, oft das direkte Umfeld mit der Pflege selbst betreut wird. Aber nicht nur die Pflege selbst, sondern das Zusammenleben mit allen Facetten, ob gute oder schlechte, die sich neben der Pflege abspielen, alltägliche Herausforderungen und Lebenseinstellungen sollen zentral für seine Forschung sein.

Hierzu sucht er pflegende Angehörige, die ihm in einem rund einstündigen Interview ihre Erfahrungswelt zu schildern. Alle gewonnenen Daten werden von ihm persönlich ausgewertet, personenbezogene Daten ausnahmslos anonymisiert und nicht an Dritte weitergegeben. Er sucht hauptsächlich im Gebiet Berlin und Umgebung nach Gesprächspartnern.

Eine ALS-Indikation mit fronto-temporaler Demenz gilt als Ausschlusskriterium, da dies den Rahmen einer Bachelorstudie sprengen würde.

E-Mail:  hahillich@edu.aau.at

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