März 19, 2020 Weiterlesen ... →

Es besteht dringender Handlungsbedarf!

Stellungnahme der ARGE zur Lieferstruktur von Medizin- und Arbeitsschutzprodukten in der außerklinischen Intensivpflege: „Die material- und medizintechnische Versorgung von Patientinnen und Patienten in der außerklinischen Intensivpflege ist ebenfalls absolut systemrelevant. Es mehren sich deutliche Anzeichen, dass diese Versorgung durch die aktuelle Situation und die klinische Priorisierung gefährdet ist. So werden dringend zum Beispiel Produkte für die enterale und parenterale Ernährung, Schmerztherapiepumpen, Inkontinenzprodukte sowie Sauerstoff, Heimbeatmungs- und Tracheostoma-Produkte benötigt.
Die medizinischen und technischen Versorger dieser Patientinnen und Patienten müssen dringend und umgehend als systemrelevant definiert werden, damit auch sie in die systemrelevanten Versorgungsketten eingebunden werden. Diese Versorger müssen den Sanitätshäusern gleichgestellt werden.
Ohne eine sichergestellte Versorgung zuhause oder in den außerklinischen Einrichtungen müssten diese Patientinnen und Patienten dann zusätzlich auch von den Kliniken bedient werden, welche dann wiederum Kapazitäten einbüßen würden. Dies birgt ein hohes Versorgungsrisiko für alle Patientengruppen.
Ebenso fordern und benötigen wir Schutzkleidung (PSA) für die Arbeit in der außerklinischen Intensivpflege. Auch hier ist es notwendig, die Versorger in der außerklinischen Intensivpflege in die gleiche Relevanz zu stellen wie Kliniken, da unsere Patientinnen und Patienten alle zu den SARS-CoV-2 Risikogruppen gehören und ansonsten ein Klinik Aufenthalt oder noch schlimmer, der Tod der Menschen in Kauf genommen würde!“

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