Dezember 7, 2020 Weiterlesen ... →

Impfung: Menschen mit Behinderungen Vorrang geben

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen forderte der Bundesfachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP), dass bei der Entwicklung der Impfstrategie gegen das Corona-Virus Menschen mit Behinderungen besonders in den Blick genommen werden müssen. „Menschen mit Behinderungen bringen völlig unterschiedliche Gesundheitsvoraussetzungen mit – von körperlich gesund bis zu wirklich schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Viele gehören zur Risikogruppe und riskieren bei einer Coronavirus-Infektion einen schweren Krankheitsverlauf. (…) Der CBP fordert daher, dass diese Menschen und die sie unterstützenden Personen einen priorisierten Zugang zu den Impfungen erhalten. Erst wenn wir eine ausreichende Immunität herstellen können, ist der Weg zurück zu einer gesellschaftlichen Inklusion wieder frei”, so Johannes Magin (1. Vorsitzender des CBP und Abteilungsleiter bei der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg). Impfzentren müssen barrierefrei zugänglich für Menschen mit Einschränkung gemacht werden. Alternativ seien mobile Impfteams denkbar, die Einrichtungen aufsuchen ( vorausgesetzt die Lagerung und Anwendung des Impfstoffs ermöglicht es). Durch das Corona-Virus werden Risikogruppen weitgehend isoliert, um Ansteckungen zu vermeiden. Für die gesellschaftliche Inklusion ein Rückschlag. Daran kann erst angeknüpft werden, wenn der Impfstoff Menschen mit Behinderungen zur Verfügung stehe.
www.cbp.caritas.de

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