Februar 10, 2020 Weiterlesen ... →

Neues aus dem Bundesgesundheitsministerium

Vergangenen Donnerstag hatte das Bundesgesundheitsministerium einige Verbände und Selbsthilfevereine zu einer sogenannten Informationsveranstaltung eingeladen. Thema war natürlich das ehemalige RISG, GKV IPReG 1.0 in seiner  aktuellsten Version dem GKV-IPReG 2.0. Die Stimmen der Teilnehmenden klangen und klingen noch sehr verhalten. Trotz aller Bedenken von Betroffenen und deren Vertretern scheint die Entscheidung rund um die außerklinische Intensivpflege aber doch Fahrt aufzunehmen. Der Entwurf soll noch am 12. Februar ins Kabinett gehen.

Einige Tage zuvor waren fünf Mitglieder des Ambulanten Intensivpflegeverbandes Deutschland e.V. (IPV) im Bundesgesundheitsministerium zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. Das Gremium des Ministeriums bestand aus vier Personen. Der IPV konnte hier die Bedenken zum IPReG vortragen und mit Beispielen aus der Praxis hinterlegen. Eine Frage des Ministeriums an den IPV war, ob es hilfreich wäre, wenn das Ministerium eine einheitliche Verhandlung mit allen Kassen gemeinsam festlegen würde (Bundesrahmenfestlegung) – die Antwort des IPV lautete einstimmig „Ja“. Außerdem wurde nachgefragt, ob das gesetzlich verabschiedete beschleunigte Schiedsverfahren hilfreich war – der IPV erklärte, dass dies eher nicht der Fall sei, da die Krankenkassen zwar eine einheitliche Vereinbarung wollen, die Vergütungen aber getrennt (mit jedem Pflegedienst einzeln) verhandeln möchten.

Gesprochen wurde auch über eine Übervorteilung der stationären Einrichtungen, Prüfungen durch den Medizinischen Dienst – und wie man diese verbessern könnte (z. B. in dem man nur Mitarbeiter des MD zur Qualitätsprüfung der Einrichtungen schickt, die über entsprechende fachliche Expertise in der Intensivpflege verfügen). Ein Vorschlag des IPV war, die Weiterbildungsansprüche an außerklinische Intensivpflege einheitlich zu verabschieden, denn aktuell haben verschiedene Kassen verschiedene Ansprüche an den Personalschlüssel und die Weiterbildungsinhalte. Alles in allem war es ein sehr konstruktiver Termin bei dem der IPV die Vertreter des BGM davon überzeugen konnte, wie sehr das Thema Intensivpflege ihm am Herzen liegt.

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