Februar 19, 2020 Weiterlesen ... →

Stellungnahme: Verwirrung um Bundesrahmenempfehlungen

Neue Bundesrahmenvereinbarung und MDK Anforderungen für die Versorgung von Intensivpatienten

Im Moment herrscht viel Wirr Warr um die Vorgaben und Regelungen zum Thema Weiterbildung in der außerklinischen Intensivpflege. Eine große Verunsicherung bei den Pflegediensten ist die Folge. Gerade in NRW gibt es aktuell nach MDK Prüfungen viele Anfragen, mit dem Hinweis, dass bestimmte Weiterbildungen nicht anerkannt werden, weil:

• eine Weiterbildung nicht über 120 Stunden dauert
  (z. B. DIGAB mit Praktikumsverkürzung)
• es kein Praktikum gibt oder gab (KNAIB/DGF/IPV)
• Inhalte nicht der Bundesrahmenempfehlung entsprächen.

Wichtig und entscheidend – entgegen aller Empfehlungen und MDK Vorgaben – ist allein der Einzel- oder Rahmenvertrag mit den jeweiligen Kostenträgern.
Hier sollte nachgeschaut werden, welche Vorgaben der Kostenträger gemacht hat. Es gilt keine Verträge zu unterschreiben, die Anforderungen bestimmen, die vom Pflegedienst nicht erfüllt werden können. Es gibt aktuell keine Fachgesellschaft, die die Anforderungen in ihrem Basiskurs-Curricular abbildet. Hieran wird aktuell intensiv gearbeitet.
Die aktuelle Prüffrage des MDK lautet:
„Fortbildung (mindestens 120 Stunden-Kurs eines strukturierten, berufsbegleitenden, von Fachgesellschaften beziehungsweise pflegerischen Berufsverbänden anerkannten und durch Akkreditierung oder Zertifizierung qualitätsgesicherten Kursprogramms, welches mindestens den Anforderungen der DIGAB-Zertifizierung entspricht)“.
Hier ist von keinem verpflichtenden Praktikum die Rede. Somit sind alle aktuell gültigen Fachgesellschaftkurse vom MDK anzuerkennen.
Wer Fragen hat, kann sich gerne an das Beluga Ausbildungszentrum, die Fachgesellschaften oder den jeweiligen Berufsverband wenden.

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