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Mit einem starken Ergebnis und klarer internationaler Strahlkraft ist die REHACARE INTERNATIONAL 2026 in Düsseldorf zu Ende gegangen. Vom 23. bis 26. September wurde die führende Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Inklusion und Pflege erneut zum zentralen Treffpunkt für die internationale Hilfsmittel-, Rehabilitations- und Pflegebranche.
45.000 Besucherinnen und Besucher aus 101 Ländern informierten sich bei knapp 1.000 Ausstellenden aus 43 Ländern über Hilfsmittel, Assistenztechnologien, Mobilitätslösungen, Pflegeangebote, digitale Anwendungen und Innovationen für ein selbstbestimmtes Leben. Damit bestätigte die REHACARE ihre besondere Position im Markt: Sie verbindet Business, Versorgungspraxis und direkte Anwenderperspektive an einem Ort.
Die REHACARE unterstrich ihre internationale Bedeutung auch in der Besucherstruktur: Ein Drittel der Besuchenden reiste aus dem Ausland an, 80 Prozent der Befragten waren Fachbesuchende. Knapp die Hälfte der Fachbesuchenden kam mit konkreten Investitionsabsichten nach Düsseldorf. Zwei Drittel informierten sich über Neuheiten und Trends; die Hälfte gab an, neue Produkte oder Geschäftspartner gefunden zu haben.
„Die REHACARE bringt in einmaliger Weise Unternehmen, Fachhandel, Versorgungspraxis, internationale Partner sowie Menschen, die Hilfsmittel nutzen, und ihre Angehörigen zusammen. Keine andere Veranstaltung verbindet diese Perspektiven so unmittelbar. Ausstellende erhalten dabei direkte Rückmeldungen aus der Community – zu Anforderungen im Alltag und zur praktischen Nutzbarkeit ihrer Lösungen“, betont Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. „Die REHACARE ist damit weit mehr als eine Produktschau: Sie ist internationaler Marktplatz und Netzwerkplattform für Austausch und bedarfsgerechte Versorgung.“
Wachsender Bedarf an Lösungen für Versorgung und Teilhabe
Die REHACARE bündelt die zentralen Entwicklungen und Herausforderungen der Branche – vom demografischen Wandel und der zunehmenden häuslichen Versorgung bis hin zu technologischen Innovationen. Sie macht sichtbar, wie Lösungen für

Rehabilitation, Pflege, Mobilität und Assistenz zu Selbstbestimmung, Teilhabe und einer bedarfsgerechten Versorgung beitragen können. Für die Ausstellenden der REHACARE bedeutet das: Der Bedarf an alltagstauglichen, verlässlichen und bedarfsgerechten Lösungen für Rehabilitation, Pflege, Mobilität, Assistenz und selbstbestimmtes Leben wächst.
Innovationen mit Praxisbezug
Auch technologisch setzte die REHACARE 2026 wichtige Impulse. Gezeigt wurden unter anderem Lösungen aus den Bereichen Robotik, Exoskelette, smarte Mobilität, digitale Pflege, Assistenzsysteme, Künstliche Intelligenz, Adaptive Fashion und moderne Hilfsmittelversorgung. Die Bandbreite der Innovationen machte deutlich, wie stark technische Entwicklungen dazu beitragen können, Selbstständigkeit zu erhalten, Pflege zu entlasten und neue Möglichkeiten für Teilhabe zu schaffen.
Fachprogramm und Community als starke Stimmen
Die gesellschaftliche Strahlkraft der REHACARE zeigte sich 2026 im Zusammenspiel von Fachprogramm, Community-Formaten und politischem Austausch.

In den Community-Formaten prägten Content Creatorinnen und Creator, Aktivistinnen und Aktivisten sowie Betroffene das Messegeschehen mit ihren persönlichen Perspektiven. Stimmen wie Raúl Krauthausen, Sabrina Lorenz, Moritz Brückner, Tan Caglar und Hülya Marquardt machten sichtbar, was selbstbestimmtes Leben im Alltag konkret bedeutet.
In der Sporthalle des Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e. V. (BRSNW) wurde Teilhabe auch wieder sportlich erlebbar: Die Blindenfußballmannschaft von Fortuna Düsseldorf sowie die Para-Tischtennisspielenden Sandra Mikolaschek und Valentin Baus von Borussia Düsseldorf zeigten, wie vielfältig und leistungsstark inklusiver Sport ist.
REHACARE Report setzt Impulse für eine bedarfsgerechte Versorgung

Der zum Messeauftakt vorgestellte REHACARE Report 2026 „Selbstbestimmt leben – Status quo und Zukunft der Hilfsmittelversorgung in Deutschland“ stieß auf großes Interesse bei Fachpublikum, Community und Medien. Die Studie rückt die Erfahrungen von mehr als 1.500 Betroffenen und Angehörigen in den Mittelpunkt und zeigt, welche zentrale Bedeutung eine bedarfsgerechte Hilfsmittelversorgung für Selbstständigkeit und Teilhabe hat. Zugleich verdeutlicht sie den Handlungsbedarf: 67 Prozent der Befragten fühlen sich durch bürokratische Prozesse belastet. Gute Versorgung darf nicht davon abhängen, wie viel Wissen, Durchsetzungsvermögen oder finanzielle Mittel Menschen mitbringen. Hilfsmittelversorgung ist vielmehr eine Investition in Gesundheit, Teilhabe und Prävention.
„Die REHACARE 2026 hat gezeigt: Selbstbestimmung entsteht nicht allein durch Innovationen. Entscheidend ist, dass technische Lösungen, qualifizierte Beratung und eine verlässliche Versorgung zusammenkommen“, sagt Hannes Niemann, Director REHACARE. „Der REHACARE Report macht deutlich, wie zentral Hilfsmittel für den Alltag der Menschen sind: 95 Prozent der Befragten sehen einen positiven Einfluss auf ihr Leben. Diese Perspektive muss der Maßstab sein, wenn wir über die Zukunft der Versorgung sprechen.“
Internationale Plattform mit politischer und gesellschaftlicher Strahlkraft

Die REHACARE 2026 unterstrich die hohe Relevanz von Rehabilitation, Pflege, Inklusion und Hilfsmittelversorgung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Rundgänge von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, sowie von Staatssekretär Matthias Heidmeier vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen verdeutlichten die politische Bedeutung der Messe als Plattform für Teilhabe, Versorgung und Austausch.
Die nächste REHACARE findet vom 15.9. bis 18.9.2027 in Düsseldorf statt.

